Mit einer starken kämpferischen Leistung gelang den Volleyballfrauen der Spielgemeinschaft VBC Kaiserslautern/TPSV Enkenbach am Samstag zu Hause ein verdienter 3:0-Sieg über den TSV RW Auerbach. Dass die Gastgeberinnen in ihrer vierten Regionalligapartie keinen Satz abgaben, verdankten sie ihrer großen Nervenstärke, mit der sie die kritischen Situationen im ersten und dritten Durchgang, als sie fast schon aussichtslos zurücklagen, meisterten. Nachdem Anabel Joch mit ihrem Schmetterball den spielentscheidenden Punkt zum 27:25 im dritten Satz geholt hatte und somit der dritte Saisonsieg unter Dach und Fach war, war die Freude bei den Spielerinnen der SG und ihrem Trainer Torsten Kaufmann groß. ¸¸Wir waren sehr kampfstark und haben keinen Ball verloren gegeben", lobte der Coach sein Team, das sich in den kritischen Spielsituationen durch seine große Entschlossenheit ausgezeichnet hatte. ¸¸Der letzte Biss" habe den Auerbacherinnen gefehlt, fand Kaufmann. Womit er Recht hatte. Denn immer, wenn es darum ging, den entscheidenden Ball zum Satzgewinn zu spielen, agierten die Gästespielerinnen verzagt und ohne Selbstbewusstsein und erlaubten es so dem VBC Kaiserslautern/Enkenbach, das Blatt noch zu wenden.
So führten die Auerbacherinnen im dritten Satz schon mit 24:20; doch es gelang ihnen einfach nicht, einen der vier Satzbälle zu verwandeln und den vierten Durchgang zu erzwingen. In dieser schwierigen Phase wuchsen die Gastgeberinnen über sich hinaus und holten durch eine Serie starker Angriffsbälle den Rückstand auf. Dann gelang Julia Mergheim, die eine starke Partie spielte, der von den Zuschauern in der Lauterer Universitätssporthalle viel umjubelte Ausgleich zum 24:24. Die Gäste gingen danach zwar noch einmal mit 25:24 in Führung, vergaben den erneuten Satzball aber anschließend durch einen dummen Fehler. Die letzten beiden Punkte des Wettkampfs gelangen Anabel Joch, die erst kurz zuvor eingewechselt worden war.
28 Minuten hatte der dritte Durchgang gedauert, und Silke Färber, die Zuspielerin des siegreichen Teams, bezeichnete die Leistung ihrer Mannschaft als ¸¸phasenweise okay". ¸¸Wir haben um jeden Ball gekämpft und die Big Points gemacht", sah sie den Sieg über die streckenweise gut mitspielenden Gäste in der größeren Kampfmoral des eigenen Teams begründet.
Schon im ersten Satz hatte sich die SG durch ihr couragiertes Spiel aus einer fast ausweglosen Situation gerettet. Man war schlecht in die Gänge gekommen und musste die Gäste davonziehen lassen, die klar mit 24:19 führten und dann, als es darum ging, den entscheidenden Punkt zu setzen, immer nervöser und fahriger agierten. Anders die Kaufmann-Truppe, die diese Schwäche ausnutzte und sich Punkt für Punkt heran kämpfte. Zum ersten Mal in diesem Satz mit dem Punktgewinn zum 27:26 in Front gegangen, ließ sich die SG ihre Chance nicht mehr nehmen. Nach einem Zuspiel von Silke Färber beendete Jennifer Zimmer mit einem kraftvollen Schmetterball den Satz (29:27). Den darauf folgenden zweiten Durchgang dominierten die Gastgeberinnen klar und gewannen ihn nach 21 Minuten mit 25:21.
¸¸Nach dem dritten Sieg sieht es für uns sehr gut aus", zeigte sich Torsten Kaufmann zuversichtlich, dass sein Team, das bisher nur eine Niederlage - gegen den Titelfavoriten TSV Speyer - einstecken musste, am Ende das Saisonziel erreicht. Nicht abzusteigen, das haben sich die Volleyballdamen vorgenommen. Nach der tollen Kampfpartie gegen Auerbach ist dieses Ziel ein gutes Stück näher gerückt.